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[Signora Leta] Début


Re: [Signora Leta] Début

Postby Robin Monditi » 07 Feb 2012, 12:25

„Ich danke Ihnen für dieses Angebot und nehme es mit Freude an, Frau Mei.“

War die ruhige Stimme am anderen Ende der Leitung zu hören und ja, eine Dankbarkeit oder Freude über dieses Angebot war auch darin zu erkennen. Dezent, wie so vieles an der Stimme wirkte, aber nicht zu leugnen. Ebenso wie Robin die Wahl schon früher getroffen hatte. Sie hatte eine Wahl gehabt, hatte gewählt und wie naiv oder dumm wäre es sich jetzt um zu entscheiden? Die Wahl war spätestens mit dem zweiten Brief gefallen.

„Ich werde in drei Nächten in Leipzig ankommen und es ist mir ein Ehre, an dem genannten Abend für die sehr verehrte Signora Leta zur Verfügung zu stehen.“

Wozu gab es die sanfte Sprache sonst und wie plump würde es wohl wirken, wenn man nicht auf die gleiche Art antworteten würde? Es folgte eine kurze Pause in den geschliffen Worten, erst dann sprach es weiter, wie immer und doch dieses Mal wohl mehr an Mei als an die Signora gerichtet.

„Ich bedanke mich ebenso für diese Worte.“

Es hätte schließlich auch alles anders ablaufen können.
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Re: [Signora Leta] Début

Postby Signora Leta » 07 Feb 2012, 13:43

"Oh, aber ich habe zu danken, Fräulein Monditi ... dafür, dass Sie sich die Zeit für dieses Gespräch genommen haben."

Im Grunde war es doch eine reine Pflichterfüllung, welcher Mei hier nachkam und dennoch klang sie ganz danach, als würden ihr Gespräche dieser Art Vergnügen bereiten. Vielleicht war manches eben einfach leichter, wenn man Freude in das hinein legte, was man tat, womöglich aber färbte auch einfach die Erziehung ihrer Herrin nur allzu stark auf die junge Frau ab. Immerhin war es doch gerade die Signora, welche die Pflicht stets mit dem Vergnügen zu verbinden wusste.

"Ich werde alles Nötige veranlassen und Sie auf dem Laufenden halten ... sollten bis zu Ihrem Eintreffen in der Villa Burghardt noch Fragen offen sein, dürfen Sie diese selbstverständlich jederzeit an mich richten."

Es wäre ein passender Moment gewesen, um das Gespräch zu beenden, jedoch war es nicht Mei, die sich dieses kleine Recht heraus nahm, stattdessen legte sie es ganz in die Hände des Neugeborenen.
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Re: [Signora Leta] Début

Postby Robin Monditi » 07 Feb 2012, 13:55

Es gab in der Welt der Kainskinder viele Pflichten und viele die all dies nur als Bürde und schwere pflicht sahen, doch auch bei der ruhigen Stimme klang es so, als habe sie durchaus ernst gemeint was sie sagte und als empfinde sie auch Dank. Nach den abschließenden Worten der Bediensteten der Signora schwieg Robin ein paar Augenblicke.

"Vielleicht können sie dies wirklich."

Begann das Neugeborene dann zu sprechen, doch obwohl dies kaum vorherzusehen gewesen war, fehlte ein Stocken oder ein Zeichen von Unsicherheit in der Stimme, sie blieb wie sie war.

"Ich halte es für ein Privileg und eine Ehre ein Gastgeschenk an die sehr verehrte Signora Leta bei unserem ersten Treffen zu richten und da mir bisher nicht nur ein Gedanke dazu gekommen ist, mögen Sie, als jemand der die sehr verehrte Signora kennt, wohl eher sagen können, über welche Aufmerksamkeit Ihre Person sich freuen würde."

Kein Befehl, kein explizieter Wunsch, kaum mehr als eine gefragte Bitte oder Idee. Sicherlich auch dem Umstand der ersten missglückten Aufmerksamkeit geschuldet.
Last edited by Robin Monditi on 15 Feb 2012, 01:22, edited 1 time in total.
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Re: [Signora Leta] Début

Postby Signora Leta » 07 Feb 2012, 14:12

Nun war es an Mei, den einen oder anderen Augenblick zu schweigen, sicherlich machte sie sich Gedanken über eine passende Antwort, welche dann nach einer nicht allzu lange andauernden Weile auch erklang.

"Darf ich offen sein, Fräulein Monditi ...?"

Die Nachfrage erklang nun doch mit aller Vorsicht, letztlich aber war es einfach nur eine Rückversicherung für die junge Frau, sagen zu dürfen, was sie als Antwort eben am ehesten anraten konnte. So Robin dann ihr Einverständnis gab, sprach Mei dann weiter.

"Der Gedanke an ein Gastgeschenk ist ganz und gar nicht abwegig, ich kann sagen, dass sich meine Herrin derlei Dingen gegenüber für gewöhnlich bestimmt nicht unzugänglich zeigt ... doch haben Sie der Signora bereits mit ihrem ersten Brief ein Geschenk gesandt und ... ein weiteres würde die Signora vielleicht nicht so würdigen, wie Sie es sich erhoffen."
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Re: [Signora Leta] Début

Postby Robin Monditi » 07 Feb 2012, 14:32

Es war ein Nicken von Robins Seite aus, verbunden mit einem schlichten „ Ja“ auf die Rückfrage und so lauschte es dann schweigend, nur von Stille und dem gleichmäßigen Ticken umgeben, der klaren Stimme von Mei.

„Es lag an dem Geschenk.“

Keine wirkliche Aussage, aber auch keine Frage. Dann nickte Robin leicht, wieder einmal unsichtbar für die Sprecherin am anderen Ende. Und doch war es wohl einfach zu spüren. Das Plingen von einem Fingernagel, der gegen ein Flakon aus Gals stieß war dagegen besser für Mei zu erkennen.

„Vielleicht würden Sie meine Person vor dem Gespräch mit der sehr verehrten Signora Leta über den Fehler meiner Person aufklären. Doch glaube ich, dass dies kein geeignetes Thema für dieses Telefonat wäre. Ich wäre erfreut und dankbar, wenn wir uns im Vorfeld noch einmal sprechen könnten.“

Eine kurze Pause, noch immer kein Zögern, sondern nur ein Trennen der beiden Gesprächsbereiche.

„ Bitte entrichten Sie der sehr verehrten Signora Leta meinen Dank und meinen Respekt für ihre Einladung.“

So Mei sich danach nur noch verabschieden würde, legte Robin nach einem ruhigen „Dann wohl auf ein Auf Wiedersehen.“ auf. Der Blick hob sich leicht und blickte auf den Flakon neben dem Bild auf dem Sekretär. Ja, Lektionen sammelten sich immer an und es war wichtig sich daran zu erinnern. Immer wieder, jede Nacht.

Es erhob sich dann. Die letzten Vorbereitungen waren zu treffen.
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Re: [Signora Leta] Début

Postby Signora Leta » 07 Feb 2012, 18:58

"Das lässt sich sicherlich einrichten, Fräulein Monditi ... gerne richte ich der Signora Ihre Worte aus."

Die junge Frau wartete die verabschiedenden Worte des Neugeborenen ab, bedankte sich dann noch einmal für das Gespräch und wünschte einen guten Abend. Mei wartete darauf, dass Robin den Hörer auflegte, sie selbst würde es vorher nicht tun. Erst dann, wenn dieses verräterische Klicken in der Leitung das wirkliche Ende des Gespräches verriet, legte auch sie den Hörer beiseite und widmete sich den nächsten Schritten ihrer Pflicht. Sich darum zu kümmern, dass in dem Hotel Markgraf soweit alles vorbereitet und für die Sicherheit des Anreisenden gesorgt war, mochte nur ein Teil davon sein.
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