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John Milton
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Grau in Grau. Ein Monolith, ein Fels. Keine Regung. Starr.
Stramm. Straff. Dann, die blassen Lippen zum schmalen
Lächeln verkehrt, die Hand zum Gruße gereicht. Große Hände,
spröde von der Zeit. Feinsäuberlich die Nägel geschnitten.
Feinsäuberlich rasiert. Feinsäuberlich den Anzug gewählt.
Das Hemd. Die Krawatte zum halben Windsor gebunden.
Uniformiert, wie die Krieger des Kapitalismus dieser Tage;
nicht nur hier, im wahlnussholzvertäfelten Büro mit Blick
auf die stählernen, gläsernen Hochhausriesen nebenan,
sondern überall auf der Welt. Leder quietscht, als er sich
auf den Stuhl setzt. Es riecht nach Papier. Nach altem
Papier. Nach Massen davon, die irgendwo vertauben. Aber
feinsäuberlich vertauben.
Dann die Stimme, ein bisschen rau… nein, spröde wie die
Hände, eben auch von der Zeit, von den fünfzig Jahren (oder
mehr) die er alt sein muss. kann. ist. Getrimmt die Worte,
geübt, gekonnt, den Singsang über das Lästige, bleibt nichts
zurück als die Genugtuung, das leidige Thema ihm zu
überlassen. Dem grauen Monolith, mit seinen 1, 85metern
Höhe, mit den silbrig grauen Strähnen, dem blassen Gesicht.
Und man selbst geht zurück in eine echte Welt, die nicht nur
aus Zahlen und Zahlungen besteht („Wer lebt hier in der
echten Welt?“), und lässt ihn zurück mit dem
Unverständlichen, dem Lästigen, dem Mühsamen, dem
Langweiligen. Stunde um Stunde. Tag um Tag Jahr um Jahr. Das
gleiche Spiel, nach starren Regeln, die ewig selben
Gesichter, die immer gleichen Zahlen. Oder, die immer
anderen Gesichter, nein, immer die gleichen Zahlen… Immer
das gleiche Ziel. Jahr für Jahr. Tag für Tag. Atemzug für
Atemzug.
Starr steht er da, der Monolith. Grau und groß. Wie lange
noch? WIE LANGE NOCH?
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