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Iris Mears - Neugeborene vom Clan Nosferatu




Ein Gesicht mit viel zu kurzem Kinn. Knorpelige Strukturen direkt unterhalb der Nase, die die Oberlippe scheinbar völlig unbeweglich machen. Ein Mund, halbkreisförmig nach unten gebogen. Wenn er sich öffnet, sind schorfige, schartige dreieckige Zähne zu sehen, die farblich gesehen aus Birkenholz geschnitzt sein könnten.
Die Haut blaublass, die Hände, die Finger - etwas stimmt nicht mit ihnen. Sie haben mehr als nur zwei Gelenke. Beine und Arme viel zu lang, um menschlich zu sein.
Und die Augen - ohne Iris, pupillenlos. Ein schwarzer Augapfel in einer kalten Höhle, gekrönt von zwei dünnen, fast lächerlich makellos wirkenden Brauen.
Makellos wie ihr Haupthaar. Sauber gekämmt, ausgezeichnet geschnitten, beinah ein Witz wie ihre Augenbrauen, wenn man den Rest ihrer Erscheinung bedenkt.



Ihre Maske ist unauffällig; nicht besonders hässlich, aber auch nicht besonders schön. Die Haare? Immer noch perfekt.



Ein abgewetzter grauer Mantel über einer weißen Bluse, wohl im Sonderangebot von GAP erstanden. Eine graue Stoffhose und langweilige, schwarze und geschlossene Schnürschuhe mit flacher Sohle. Versilberte lange Ohrringe und eine perlmuttern schimmernde Kette aus Kunstperlen.

Man muss sich überwinden, näherzukommen. Was wird kommen, wenn sie den Mund öffnet, um etwas zu sagen? Warum sollte es sich lohnen?

Vielleicht wegen der Dinge, die man womöglich über sie gehört hat, oder von ihr hören könnte ... im Ausschnitt der Bluse, am Schlüsselbein, wenn sie sich bewegt, kann man vernarbte Schusswunden erkennen. Eine Nosferatu aus dem Kriegsgebiet. Aus dem Land von Theo Bell.
Oder wegen der Augen, hinter denen manchmal, wenn es sich unbeobachtet fühlt, ein behutsam verhülltes Genie nach draußen blickt, das alles - wirklich alles - in sich aufnimmt.