Was tue ich, wenn ich in eine neue Domäne reise und in jener dauerhaft verweilen möchte?

Als aller erstes versucht man über seinen Erzeuger, Erstgeborenen oder Mentor eine Kontaktmöglichkeit zum Herrn der Domäne, in welcher man vorstellig werden will, zu erhalten. Es ist mehr als unklug sich in fremde Gefilde vorzuwagen, ohne überhaupt etwas über jene in Erfahrung gebracht zu haben. Grade Prinzen sind sehr eigen, was ihre Domänen anbelangt. Kainiten allgemein sehr besitzorientiert. Ein jeder Prinz führt seine Domäne auf seine eigene Art und Weise, aber eines haben sie alle gemeinsam. Sie sind machthungrig, herrschsüchtig und bei allem sehr penibel, was sie als ihr Eigentum ansehen; man kann fast immer davon ausgehen, dass das größte Raubtier einer Stadt vorsteht. Und genau wie Löwen verteidigen sie ihr Territorium. Wer sich in ihre Gebiete wagt, hat sich ihnen unterzuordnen. Wer das nicht tut, wird entweder der nächste Herr der Domäne werden oder sehr schnell seinem zweiten Tod entgegensehen, wobei die zweite Option die Wahrscheinlichere ist.

In der alten Welt ist es üblich sich 2 Wochen vor seinem Eintreffen dem Herrn der Domäne schriftlich anzukündigen in welche man Reisen möchte und darum Bittet jenem Vorstellig werden zu dürfen um ihm sein Anliegen Kund zu tun. Für Neugeborene ist es immer von Vorteil wenn Sie ein Empfehlungsschreiben Ihr eigen nennen dürfen welches vom Herrn der Domäne in welcher man Freigesprochen wurde ausgestellt ist, alternativ wäre ein Schreiben des Erzeugers / Mentor sinnvoll. Um jene Schreiben bittet man für gewöhnlich und sie sind alle mal ein Gefallen Wert da sie vieles vereinfachen. Manche Neugeborene erhalten jene vielleicht auch für ihre Verdienste die weit über die Norm hinausgehen.

Anhand jener Schreiben kann sich der Herr der Stadt in welcher man zu reisen gedenkt schon einen ersten Überblick über den ankommenden Kainiten machen und etwa einschätzen welchen Platz jenes Kainskind in der Gesellschaft inne hat.

Desweitern gehört es zum guten Ton sich gleichsam dem Erstgeborenen des eigenen Blutes anzukündigen, je nach dem ist es sogar geschickter mit jenem vorher in Kontakt [ohne dabei die Domäne zu betreten] zu treten und sich ein paar Informationen über die Stadt und deren Herren einzuholen, zwar sind es jedes Mal kleine Gefallen die anfallen sich aber in jedem Falle lohnen. Meist ist es doch der erste Eindruck der zählt. Nichts wäre schlechter als Einstieg in eine Domäne als eine Verpatzte Vorstellung.

In der neuen Welt mag die Messlatte etwas geringer sein. Je nach Herkunft und Erziehung die Vorgehensweise. Doch sollte man sich zumindest vorher ankündigen, sei es Telefonisch, oder Schriftlich und zwar bevor man schon in der Stadt ist, da wenn man es nicht tut schon auf dem besten Weg ist die Traditionen zu brechen, sich so auch sehr leicht den Unwillen des Herrschenden Kainiten zuziehen kann, in den meisten Fällen wird. Eine Denkbare schlechte Ausgangssituation um in dessen Domäne aufgenommen zu werden. Es mag schon Prinzen gegeben die solch Kainskinder Aufgrund unterlassener Vorstellung hinrichten haben lassen, und diese beginnt bevor man eingereist ist.

Sich rechtzeitig und vor allem Etikettegerecht vorzustellen ist keine Besonderheit, jeder Neugeborene kennt diese standardisierten Mechanismen, ansonsten wäre er nicht Freigesprochen worden. Ganz davon abgesehen das ein Kainskind welches in einer Domäne nicht bekannt ist immer der Gefahr läuft von Geißeln oder anderen Kainskindern der Stadt aufgegriffen zu werden, es gibt viele bekannte Fälle die so schon den ein oder anderen Neugeborenen die Existenz gekostet haben, gerade in Städten die oft Probleme mit dem Sabbat oder Anarchen haben. Es sind diese Verhaltensweisen die die Camarillamitglieder von all den anderen Kainitischen Vereinigungen [Sabbat, Anarchen, Autarken etc] unterscheiden, und wer diese nicht Vorweist ist in 95 % der Fälle kein Teil der Camarilla, dementsprechend wird er behandelt.

Jene die jene Mechanismen nicht kennen und anwenden bilden eine sehr seltene Ausnahme und bewegen sich am Rande der Gesellschaft, es ist nur eine Frage der Zeit bis sie vom Erdboden verschluckt werden, einige wenige die es schaffen aus jenem System zu entfliehen und  kommen bei den Anarchen unter. Die Camarilla setzt gewisse Standardts voraus und wer jene einfachen Spielregeln nicht beherrscht überlebt das Kind sein im Normalfall nicht.

Man muss sich immer vor Augen führen das es ein Privileg ist in einer Domäne aufgenommen zu werden, nicht im geringsten Selbstverständlich ist. Es kommt nicht selten vor das Prinzen die Bitte mach dem Recht des Aufenthaltes in ihrer Domäne verwehren. Die Gründe können vielerlei Hintergrund haben, angefangen von :

Nahrungsknappheit

100.000 Menschen auf 1 Kainskind gilt als Faustregel, sicher in New York das aus cirka 20 Millionen Menschen besteht kein Problem, aber das ist auch die Stadt mit der größten Einwohnerzahl. In einer 1 Millionen großen Stadt sind das gerade mal 10 Kainskinder, sicherlich wird diese Norm nicht aufrecht erhalten in den meisten Städten sind es wohl eher 50.000 Menschen auf einen Kainiten, aber es zeigt deutlich das Nahrungsmittel knapp sind. Aus diesem Grund überlegt man sich als Prinz bei jedem einzelnen Kainskind 3x mal ob man es aufnimmt oder nicht. So sind die ersten wenn es Probleme hin sicht dessen gibt, Caitiffs, Anarchen und Unabhängige [inkl. Gangrel die nicht der Camarilla angehören] die aus den Stätten gedrängt werden.

Clans mit zu hoher Anzahl an Mitgliedern

Kein Prinz wird Clans in Form von zusätzlichen Mitgliedern stützen mit welchen er sowieso Probleme, hat um seine eigene Machtposition nicht zu gefährden, es sei den er verspricht sich eine Schwächung durch jene Person für seinen Kontrahenten, oder andere Vorteile. Selbiges gilt natürlich auch für alle anderen Clans die er für eine Gefahr seiner eigenen Stellung ansieht, während es meist so ist das die Mitglieder der Clans die höchste Anzahl Stellen welchem dem des Prinzen entspringen.

etc. etc. Kein Herr einer Domäne wird sich freiwillig Ärger ins Haus holen. Wer nicht in der Lage ist sich ordentlich vorzustellen braucht sich nicht im geringsten Hoffnungen zu machen das seiner Bitte entsprochen wird. Den wer die Spielregeln nicht versteht, weiß wie die Strukturen funktionieren und wo sein Platz in jenem System ist, wird unweigerlich zum Störfaktor der über Jahrtausend herrschenden Ordnung. Sprich die Grundlage ist ein Mindestmaß an Etikette und Verständnis jener Regeln. Man erwartet dies, genauso wie man von einem Auto erwartet das es fährt, wenn es das nicht tut repariert man es wenn der Aufwand sich in Grenzen hält oder wirft es weg.

Sprich das richtige Verhalten an sich ist keine Garantie auch aufgenommen zu werden, wie gesagt es ist die Grundlage um nicht gleich aufgrund einem Bruch der zweiten Tradition

Respektlosigkeit gegen über dem Herrn der Domäne ist ein Traditionsbruch, und ab wann Respektlosigkeit beginnt liegt im ermessen des Prinzen, man sollte sich also bewusst sein das die eigene Existenz an einem seidigen Faden hängt an dem ein einziger Schnitt genügt um sie zu beenden

den Raum mit einem Pflock im Herzen zu verlassen oder gar gleich vom Sheriff der Domäne in Stücke gerissen zu werden. Man sollte sich also schon im Vorfeld überlegen wie man die Gunst des Herrn der Domäne für sich gewinnen gedenkt, und vor allem warum man in seiner Domäne seine Wurzeln schlagen möchte, welchen nutzen man für Ihn, die Stadt, die Camarilla haben könnte. Um so mehr all jene Kleinigkeiten zu einem perfekten Ganzen führen, umso größer die Chance das dauerhafte Bleiberecht zu erhalte


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